Aktivstallanlage und Reha-Zentrum Anka Mahrholz

Zugang vom Siedlungsweg, 01561 Böhla b.O.

Inmitten der schönen Natur, leicht bergig gelegen, umrandet von Wiesen und Wäldern, befindet sich unsere Anlage mit verschiedenen Pferdeställen, Unterständen und großzügigen individuellen Paddocks, einem Allwetterreitplatz, einem Grasroundpen und vielen Wegen im Gelände. Die Anlage orientiert sich am Aktivstallkonzept und wird sich Stück für Stück dahin entwickeln.

Hier fährt die Seele runter. Hier genesen Mensch und Tier auf wunderbare Weise.

 

Hier unsere Google Maps-Adresse!

Ich bin Anka Mahrholz, Besitzerin dieser Anlage und dabei, mit den Pferden gemeinsam unser persönliches Wohlfühlparadies zu schaffen. Als Selfmadepferdemensch weiß ich, wie schwer es ist, das Pferd, was man liebt, zu verstehen und so zu behandeln, dass es sich wohl fühlt und mit Spaß mitarbeitet. Ein gut erzogenes Pferd findet man meist abseits der Turnierplätze. Bei den Privatbesitzern, nicht in den großen Ställen. Zum gut erzogenen Pferd gehört Zeit und Spucke. Meine Pferde haben mich gelehrt, ein Pferdebesitzer zu werden. Es war ein mühseliger Weg mit großen und kleinen Fehlern. Vor allem Peter hat es mir in seiner unglaublichen Sturheit und seinem mächtigen Ego schwer gemacht. Aber auch das niedliche kleine Fohlen Rocket hat mir einiges beigebracht. Vor allem, dass Pferde NICHT NIEDLICH sind.

 

Seit 2004 bin ich nun auf diesem Weg und lese und lerne und beobachte. Und baue um, immer wieder. Entweder weil die Pferde mir beweisen, dass meine Idee in der Praxis nicht funktioniert, auch wenn sie ein Siegel hat von wem auch immer. Oder weil ich neue Ideen beim Misten geflüstert bekomme und verbessere, erweitere, verändere. Oder weil mein Aufgabengebiet bzw. das der Pferde sich über die Jahre verändert.

 

So wie die Bauten kommen und gehen, kommen auch die Leute und gehen oder Pensionspferde kommen und gehen, weil die Leute kommen und gehen. Was bleibt, sind meine Pferde und ich. Bis zum Tod, der leider auch dazu gehört. Und seit Beginn sind auch meine Kinder, inzwischen erwachsen, an meiner Seite. Wo auch immer sie es hinverschlagen wird, mit dem Herzen bleiben sie hier.

 

In den Anfangsjahren hab ich mich verbogen, habe geglaubt, habe nachgemacht, hab mich angepasst. Die Pferde spiegelten die Irritationen in mir und ließen mich spüren, dass ich oft nicht dahinter stehe bei dem was ich tue. Manchmal gaben sie sanfte Hinweise, manchmal war ihre Antwort ziemlich radikal. Es gab ziemliche Lektionen zu lernen. Manchmal brauchte ich mehrere Gedankenanstöße, die oft weh taten. Vor allem meinem Ego. Alles, was ich bisher gelernt hatte in der Welt da draußen, passte nicht in die Welt der Pferde.

Also gab ich auf und hockte mich auf die Weide. Stundenlang. Beobachtete meine Pferde. Sah bei anderen Leuten zu, besuchte Lehrgänge und las wie ein Weltmeister. Und behielt nur das im Kopf oder nahm nur die Lehren an, die mir einleuchtend erschienen, mit meinen Beobachtungen harmonierten und was von meinem Gefühl positiv bewertet wurde.

 

Inzwischen ist viel Zeit vergangen. Meine beiden ersten Pferde sind immer noch an meiner Seite. Peter ist Rentner, 22 Jahre alt und rüstig und immer noch ein Sturkopf. Er spiegelt meine Veränderung am meisten. Rocket ist erwachsen geworden, wir haben heiße Phasen durch. Sie ist mein Lehrpferd. Kennt mich in und auswendig, was nicht unbedingt positiv sein muss. Sie begleitet mich auf Kurse und Weiterbildungen und entscheidet über meinen Erfolg. Sie ist hochsensibel und fein. Und spürt mehr in mir als ich selbst. Und da ich noch weit entfernt von innerer Ruhe und Gelassenheit bin, setzt sie allzuoft Stopzeichen.

 

Inzwischen ist aus dem Reiterhof ein Reha-Zentrum geworden und ein Platz zum Ankommen, nach Hause kommen. Wir haben tolle Beispiele von fantastisch abgelaufenen Genesungen. Winora, inzwischen 21: Mit 15 sollte sie geschlachtet werden. Wurde von einer Pferdekennerin gerettet und kam mit ihr zu uns in Pension. Hochgradig Arthrose, Satteldruck, Gebissverweigerung, Menschen hatte sie gehasst. Riss sich los, sprang über Zäune, ging durch Menschen durch, rannte blind gegen Bäume. Ihre Besitzerin hatte keine Chance und ließ das Pferd gegen viel zu viel Geld hier. Ich kaufte sie aus Mitleid, weil sie in einen Sportstall sollte. Und weil sie eine super Herdenchefin war. Inzwischen ist sie seit drei Jahren komplett beschwerdefrei und ein Traum zum Reiten, aber nur für wenige Reiter, die ihr Vertrauen erarbeitet haben. Und immer noch eine Super Herdenchefin. In Teilzeit. Die Liste kann weiter geführt werden, von Pferden, Eseln, Hunden und Katzen. Selbst Menschen. Das ist unser mein Ding. Nur mit Menschen muss ich noch sozialer und geduldiger werden. Da schieß ich oft übers Ziel. Dabei soll mir mein Studium zur Heilpraktikerin Psychotherapie helfen. So wie meiner Tochter das Studium zur Tierheilpraktikerin. Ich denke, wir sind auf gutem Weg und dabei, ein kleines Stück heile Welt zu erschaffen und zu teilen mit denen, die es brauchen und schätzen.

 

Herzlich Willkommen.

Eure Anka

Imposante Farbenspiele, besonders Abends, wenn Ruhe einkehrt
Trotz dicker Regenwolken, die Sonne kämpft sich immer wieder ins Leben
Atemberaubende Bilder der Natur dürfen wir hier beobachten.
Ein Morgen wie ein Traum